Historie

 

Motalin zählt zu den Pionieren der Additiventwicklung. Bereits 1926 begann das Unternehmen als einer der ersten Additiv-Hersteller mit der gezielten Verbesserung von Kraftstoffen – zu einer Zeit, in der additive Technologien noch weitgehend Neuland waren.

 

Ab 1927 entwickelte Motalin einen innovativen Ottokraftstoff, der durch die Zugabe von Eisenpentacarbonyl zu einem sogenannten „kompressionsfesten Betriebsstoff“ veredelt wurde. Die Basis bildete synthetisches Benzin aus Kohleverflüssigung, ein damals hochmodernes Herstellungsverfahren.

 

Ein bedeutendes historisches Produkt der Marke waren die Motyl-Patronen, die insbesondere in den 1920er- und 1930er-Jahren zur Erhöhung der Klopffestigkeit von Benzin eingesetzt wurden. Die Patronen enthielten Eisenpentacarbonyl und wurden minderwertigem Ottokraftstoff beigemischt, um die Oktanzahl deutlich zu steigern. In ihrer Wirkung entsprach dies in etwa der späteren Zugabe von Blei-Tetraethyl.

 

Motyl-Patronen kamen vor allem bei Auslandsfahrten zum Einsatz, wenn Kraftstoffe geringerer Qualität verfügbar waren. Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal ihrer Verwendung war die rote Eisenoxidschicht, die sich im Verbrennungsraum sowie an den Zündkerzen ablagerte – ein sichtbarer Nachweis des additivierten Kraftstoffs. Je nach Dosierung und Konzentration konnten so Oktanzahlen von über 90 ROZ erreicht werden.

 

Diese frühen Entwicklungen machten Motalin zu einem festen Bestandteil der technischen und motorsportlichen Innovationsgeschichte jener Zeit.

 

Heutige Ausrichtung

 

Heute hat sich Motalin von der Herstellung historischer Antiklopfmittel zu einem modernen Anbieter hochwertiger Additive, Schmierstoffe und Aerosole entwickelt. Das Sortiment umfasst unter anderem Motoröle, Getriebeöle und Spezialfette, die in Industrie, Werkstatt und Motorsport in ganz Europa eingesetzt werden.

 

Motalin verbindet dabei fast ein Jahrhundert Erfahrung mit modernen Technologien und einem klaren Qualitätsanspruch – entwickelt und produziert in Deutschland.

 

 

 

 


''Motalin Made in Germany"